Ich bin eine der Sprecherinnen bei diesem tollen Event. Mein Interview steht am 18.10.2022 ab 17:00 auf dem Programm. Es wird bis zum 19.10.2022 frei zugänglich sein.
Titel: „Wenn wir wieder lernen unsere Gefühle zu fühlen, kann sich unsere Welt verändern“
Darum geht’s im Interview:
über das Freiwerden von Konditionierungen
über Leidenschaft, Veränderungsprozesse mitzugestalten und den Paradigmenwechsel in der Arbeitswelt
Wie geht der bewusste Umgang mit unseren Gefühlen?
Wie können wir Gefühle als Ressource erkennen und dafür nutzen um andere Lösungen zu finden?
Ein wundervoller Kongress zum Thema Mensch-Sein in der aktuellen Zeit! Wie stärken wir uns selbst und finden wieder zu einer Kultur des Lebens in Fülle, Freiheit und Verbundenheit?
Das Leben ist ein Wunder! Doch wie lebe und liebe ich meine Einzigartigkeit auf erfüllendste Weise? Wie steigen wir in neue Dimensionen der Menschlichkeit ein und gestalten zusammen unsere Gesellschaft zukunftsfähig?
Seit einigen Jahren ist das Thema ein Herzensanliegen von Eva. Gemeinsam mit 30 Top-Experten findet Sie beim Kongress echte, berührende Antworten, verändernde Impulse und neue Sichtweisen alter Weisheit.
Du bist hier genau richtig, wenn:
Du Dir ein Leben voller Wunder und Wahrhaftigkeit wünschst
Du starke Tipps für anspruchsvolle Zeiten brauchst
Du diese herausfordernde Zeit als Chance für Deine Neuausrichtung nützen möchtest
Du das Wunder, das Du bist, in seiner ganzen Großartigkeit entdecken und leben willst
Du erkannt hast, dass es so nicht weitergeht und Du nach konkreten Zukunftsperspektiven suchst
Du Angst hast oder Dir Sorgen um die Zukunft machst
Du Dir mehr Fülle, Sinnhaftigkeit und Freude wünschst
Du bekommst Antworten auf:
Wie viel mehr das Mensch-Sein beinhaltet als wir bisher dachten
Wie richtig freudvolles Leben geht, von dem Du bisher nicht einmal zu träumen wagst
Wie Du in die Fülle kommst und Dich selbst so liebst, wie Du bist
Wie Du Zukunftssorgen in Lebenskraft verwandelst
Wie wir zusammen ein neues Kapitel der Menschheitsgeschichte schreiben
Wie wir lebensdienliche Strukturen im Innen und Außen gestalten
Wie Du Dein freies und erfüllendes Leben findest
Dieser Kongress soll Orientierung in einer anspruchsvollen – aber auch so Chancen-reichen – Zeit bieten. Mit der Bandbreite inspirierendster Sprecher beleuchten wir das Mensch-Sein in einer neuen Dimension und zeigen auf, wie wir durch das Finden und Lieben unserer eigenen Einzigartigkeit auch neue gesellschaftliche Strukturen schaffen, die das Leben stärken und das Lebendige feiern. Eva und ihr Team möchte mit diesem Kongress im Namen des Vereins LebenWeben eine Bewegung der Selbstermächtigung anstoßen und Mut machen, sich jeden Tag mehr für ein freies und erfülltes Leben begeistern zu lassen.
Am 12. Oktober startet der Kongress und zeigt Dir bis zum 22. Oktober eine wirklich tolle Auswahl an berührenden und persönlichen Gesprächen von folgenden Sprechern:
Gerald Hüther, André Stern, Catharina Roland, Ingrid Auer, Sandra Weber, Stephan Meier, Lex van Someren, Alexandra Schwarz-Schilling, Benedikte Baumann, Evelyne und Matthias von Deepr, Tina Hampel von den Seelenleuchttürmen, Lucas Buchholz, Li Shalima, Renate Fuchs-Haberl, Patrizia Patz, Fabian Scheidler, Hemma Rüggen, Sylvia Stangl, Daniel Hess, Irina Lucia Swana, Martin Fuchs, Sanvja Bühler, Lukas Tobler, Suzanne Tröber, Karl Gamper, Dolores Richter, Patrick Moritz, Uwe Burka, Götz Wittneben, und noch ein paar mehr.
Wenn du nicht verletztlich bist, ist deine Widerstandskraft inauthentisch
Vor ein paar Tagen war ich in einer Buchhandlung, um mir neuen Lesestoff zu besorgen. Im Bestseller-Regal stand ein Buch, das meine Aufmerksamkeit erregte. Es trug den Titel ‚Resilienz: Das Geheimnis der psychischen Widerstandskraft – Was uns stark macht gegen Stress, Depressionen und Burn-out‘. Ich gebe zu, ich habe das Buch nicht gekauft und nicht gelesen, allerdings habe ich mich danach mit dem Begriff ‚Resilienz‘ beschäftigt. In Wikipedia fand ich folgende Definition: Resilienz (lat. resilire ‚zurückspringen‘ ‚abprallen‘, deutsch etwa Widerstandsfähigkeit) ist die Fähigkeit, Krisen durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen zu meistern und als Anlass für Entwicklungen zu nutzen. Die Psychologie geht davon aus, dass die Fundamente dieser ‚Widerstandskraft‘ bereits in der Kindheit gelegt werden und es Menschen gibt, die diese Fähigkeit von Natur aus entwickeln. Resilienz wird auch verglichen mit dem Immunsystem der Seele oder mit ‚Hornhaut‘ auf der Seele. So weit, so gut. Ein Teil der Definition auf Wikipedia hat mich aber dann stutzig gemacht. Dort heißt es: Das Gegenteil von Resilienz ist Vulnerabilität (Verwundbarkeit). Wusste ich doch, dass da irgendetwas faul ist!
Wäre ich irgendwann mal von einem Psychologen daraufhin untersucht worden, hätte man mir mit Sicherheit Resilienz bescheinigt. Resiliente Kinder werden (laut Wikipedia) von ihren Erzieherinnen beschrieben als anpassungsfähig, belastbar, aufmerksam, tüchtig, gescheit, neugierig und voller Selbstvertrauen. Genauso war ich als Kind, aber auch als Jugendliche und als junge Erwachsene – auch wenn das Selbstvertrauen wohl eher gespielt war, denn ich hatte nicht wirklich Selbstvertrauen. Denn tief in mir war die Überzeugung aktiv, nicht gut genug zu sein. Meine ganze Widerstandkraft beruhte also auf nichts anderem, als auf einer ausgeklügelten, vielfach getesteten Überlebensstrategie (inklusive schauspielerischer Fähigkeiten), die nichts, aber auch gar nichts mit authentischer Widerstandskraft zu tun hatte. Ich war überaus erfolgreich damit und mein Umfeld beneidete mich um meine positive Einstellung. Ich war allseits beliebt und gerne gesehen, schaffte jede Prüfung und steckte Krisen und schwierige Situationen unglaublich schnell weg – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Das ging so lange gut, bis der Ort, wohin ich alles ‚wegsteckte‘ irgendwann voll war. Dann war es erst mal vorbei mit der Resilienz! Sie können sich vorstellen, was dann passiert ist.
Meine eigene Erfahrung lässt mich vermuten, dass die in der Psychologie so hochgepriesene Resilienz bei vielen Menschen oftmals genau das ist: eine als Überlebensstrategie entwickelte überdurchschnittliche Fähigkeit, sich anzupassen, Gefühle zu betäuben und sich dabei selbst und anderen etwas vorzumachen. Es ist ein Unterschied, ob ich schwierige Lebenssituationen gut ertragen und wegstecken kann oder ob ich wirklich gelernt habe, damit umzugehen und sie für mein Leben zu nutzen. Ersteres kann erreicht werden, indem wir uns so gut wie möglich taub machen und positiv denken. Authentische, echte Resilienz kann aber nur letzteres bedeuten.
Brene Brown, eine amerikanische Sozialforscherin, beschäftigte sich lange Zeit mit dem Phänomen von glücklichen Menschen. Sie fand im ersten Schritt heraus, dass das Gefühl von Verbindung (connection) einen Schlüsselfaktor für glückliche Menschen darstellt und zwar in allen Dimensionen: Verbindung zu anderen, zu sich selbst, zur Welt, zu dem was man tut. Sie fand weiterhin heraus, dass diese Verbindung oftmals durch die Angst, nicht zu genügen und nicht liebenswert zu sein, gestört ist. Das Gefühl von Scham unterbricht sozusagen diese Anbindung und lässt uns aus der Verbindung gehen. Brene Brown definiert in ihrem TED-Talk ‚The power of vulnerability‘ Scham als die Angst vor dem Abgetrenntsein, im Sinne von „Wenn die anderen mich so sehen, wie ich wirklich bin, dann werde ich ausgestoßen, weil ich nicht gut genug und der Verbindung nicht würdig bin.“ Die Krux liegt aber darin, dass echte Verbindung erst zustande kommt, wenn wir authentisch sind und uns den anderen so zeigen, wie wir wirklich sind – mit all unseren Fehlern und Unvollkommenheiten. Brene hat entdeckt, dass es in ihrer Forschung zwei Gruppen von Menschen gab: diejenigen, die sich trotz ihrer Fehler und Unvollkommenheit für würdig erachteten, in Verbindung zu sein und diejenigen, die sich für nicht gut genug hielten, wenn die anderen herausfinden würden, wie sie wirklich sind. Sie befasste sich genauer mit der ersten Zielgruppe und fand heraus, dass die Menschen dieser Gruppe alle folgende drei Eigenschaften aufwiesen: den Mut bzw. die Beherztheit (courage), sich mit ihren Unvollkommenheiten zu zeigen, Mitgefühl (compassion) sich selbst und anderen gegenüber und Verbindung (connection) – und zwar als Folge ihrer Authentizität. Diese Menschen waren also bereit, verletzlich zu sein und die Angst vor Ausgrenzung in Kauf zu nehmen, um in Verbindung zu gehen.
Das Ergebnis ihrer Forschung brachte Brene Brown zu folgender Erkenntnis: Verletzlichkeit ist einerseits der Kern von Scham und Angst, sie ist aber auch gleichzeitig der Geburtsort von Kreativität, Freude, Liebe und Zugehörigkeit – sie ist das Geheimrezept glücklicher Menschen. Und ich würde noch weiter gehen: Verletzlichkeit ist geradezu die Voraussetzung für authentische Resilienz! Also nicht die Resilienz, die so tut als ob und die Dinge ‚wegsteckt‘. Nicht die Resilienz, die versucht durch positives Denken das Gefühl von Scham und Angst zu überdecken, um es nicht zu fühlen. Nicht die durch eine möglichst hohe Taubheit ‚erkaufte‘ Fähigkeit, sich selbst vorzumachen, dass uns nichts umwerfen kann. Die Resilienz, von der ich spreche, authentische Resilienz, wird aus Verletzlichkeit geboren, also aus der Bereitschaft und der Fähigkeit, Schmerz zu fühlen und in Kauf zu nehmen. Schmerz in Form von Wut, Angst, Traurigkeit und Freude. Und diesen Schmerz dann als Treibstoff zu nutzen, um unser Leben nach unserer Vision zu gestalten.
Genauso wie wir unser körperliches Immunsystem aufbauen können durch bewusste und gesunde Ernährung, bewusstes Köpertraining usw. können wir das Immunsystem unseres emotionalen Körpers aufbauen und stärken, indem wir wieder lernen, zu fühlen. Authentische Resilienz entsteht also nicht dadurch, dass wir eine möglichst dicke ‚Hornhaut‘ auf der Seele entwickeln, um Schmerz nicht zu fühlen, sondern indem wir unsere ‚Gefühlsmuskeln‘ so trainieren und geschmeidig halten, dass wir den Schmerz bereits dann fühlen, wenn er noch nicht überwältigend groß geworden ist und wir ihn als Hinweis wahrnehmen können, dass es etwas zu tun gibt.
Bewusste Gefühlsarbeit ist ein Training für authentische Resilienz. Hier findest du Angebote dazu: Emotional Empowerment Training
Herzlichst
Eure Patrizia
Den TED-Talk von Brene Brown ‚The Power of Vulnerabilty‘ kann ich euch nur ans Herz legen. Er ist in Englisch, aber ihr könnt deutsche Untertitel dazuschalten: http://www.ted.com/talks/brene_brown_on_vulnerability
Gefühlsarbeit stärkt die emotionale Widerstandskraft: Durch bewussten Umgang mit unseren Gefühlen trainieren wir unsere emotionale Kraft, Schmerz frühzeitig zu erkennen und als Antrieb für persönliches Wachstum zu nutzen.
Verbindung und Authentizität sind Schlüssel zum Glück: Brene Brown zeigt, dass Mut, Mitgefühl und Ehrlichkeit uns in echten Beziehungen und in unserem Selbstvertrauen stärkt, was essenziell für Glück ist.
Resilienz ist mehr als bloßes Wegstecken von Problemen: Viele Menschen entwickeln eine Überlebensstrategie, um Schwierigkeiten zu verdrängen, doch echte Resilienz bedeutet, sie zu nutzen, um persönliches Wachstum zu fördern.
Authentische Resilienz basiert auf Verletzlichkeit: Echte Widerstandskraft entsteht, wenn wir unsere Gefühle fühlen und akzeptieren, statt sie zu verdrängen oder nur positive Fassade zu zeigen.
Wahrscheinlich hast du das auch schon mal gehört. In den meisten spirituellen Disziplinen gibt es die Ansicht: ‚Entweder du tust etwas aus Angst oder aus Liebe‘. Es wird erklärt, dass es – reduziert auf den Kern – nur zwei Grundmotivationen für unser Handeln gibt, eben entweder Angst oder Liebe. Als ich vor vielen Jahren das erste Mal darüber gelesen habe, konnte ich diesen Gedanken total nachvollziehen. „Ja, genau!“, dachte ich damals und beobachtete mich dahingehend, wann ich etwas aus Angst und wann aus Liebe tat. Mittlerweile denke ich anders darüber, weil ich ein paar interessante Unterscheidungen erhalten habe, die ich damals noch nicht kannte. Ich verstehe zwar, was damit gemeint ist, glaube aber, dass die Worte, die benutzt werden, um zu beschreiben, was dahinter steckt, unglücklich gewählt sind. Die Wahl der Worte führt nämlich unweigerlich dazu, dass unsere Haltung zur Angst negativ belegt wird bzw. bleibt. Die Wahl der Worte beinhaltet die Gefahr, dass wir werten: ‚Etwas aus Angst zu tun, ist schlecht und etwas aus Liebe zu tun, ist gut‘. Und das engt unser Spielfeld und unsere Möglichkeiten gewaltig ein!
Lasst uns mal genauer hinschauen. Ist Angst wirklich das Gegenteil von Liebe? Angst ist ein Gefühl – nämlich neben Wut, Traurigkeit und Freude eines unserer vier Grundgefühle. Gefühle sind etwas zutiefst Menschliches und unweigerlich mit dem Menschsein verbunden. Und Liebe? Entgegen der weitläufigen Meinung ist Liebe kein Gefühl. Liebe ist etwas viel Größeres als ein Gefühl. Liebe ist ein Prinzip, eine archetypische Naturgewalt, etwas Überpersönliches, das überall vorhanden ist und durch uns hindurch wirken kann. Wenn man es also genau betrachtet, heißt das, Angst und Liebe spielen in völlig unterschiedlichen Ligen. Wie sollen die beiden da also Gegenspieler sein? Das wäre ungefähr so als wollten wir eine Banane mit dem Atlantik vergleichen.
Und was ist ein Motiv? Motiv kommt vom lateinischen movere, was ‚bewegen‘ heißt. Etwas, das uns bewegt, etwas zu tun oder zu lassen. Wenn wir in Bezug auf Motive schon ein Gegensatzpaar suchen, dann wäre das auf der einen Seite die Bewegung hin zu etwas und auf der anderen Seite die Bewegung weg von etwas. Aber was ist dieses ‚etwas‘? Hin zu was? Weg von was? Machen wir einfach mal ein kleines Experiment und vertauschen das Wort ‚etwas‘ mit dem Wort ‚Verantwortung‘. Dann wären unsere zwei Grundmotivationen nicht Angst und Liebe, sondern Verantwortung vermeiden (weg von Verantwortung) oder Verantwortung übernehmen (hin zu Verantwortung). Dieses Experiment würde ein völlig neues Spielfeld eröffnen, in dem Angst und Liebe ihre ursprüngliche neutrale Bedeutung einnehmen könnten, nämlich als Grundgefühl und als Prinzip. Sie wären auf einmal keine Gegenspieler mehr.
hin zu Verantwortung – weg von Verantwortung
Und zu welcher Seite gehört nun die Angst? Vielleicht wird es dich überraschen: Sie gehört zu beiden Seiten. Es gibt nämlich zwei Möglichkeiten, mit der Angst umzugehen: bewusst und verantwortlich oder unbewusst und unverantwortlich. In der Regel tun wir letzteres, weil wir in unserer Gesellschaft nicht lernen, mit unseren Gefühlen und damit auch mit unserer Angst umzugehen. Wir haben gelernt, dass Angst etwas ist, was unbedingt vermieden werden muss. Angst lässt uns erstarren, lässt uns nicht mehr richtig funktionieren und lässt uns schwach sein. Angst ist etwas für Angsthasen und Feiglinge und so weiter. Deshalb haben wir in unseren Gehirnen die Angst verkabelt mit ‚gefährlich‘ oder ‚todbringend‘ oder ‚negativ‘. Da wir aber zu jeder Zeit Gefühle haben und uns auch natürlicherweise zu jeder Zeit in unterschiedlicher Intensität ängstlich über etwas fühlen, hat diese Programmierung dazu geführt, dass wir uns taub gemacht haben gegenüber unserer Angst. Wir betäuben das Gefühl der Angst – koste es was es wolle. So dass wir unsere Angst lange Zeit gar nicht spüren oder erst, wenn sie so groß geworden ist, dass sie in Panik umschlägt und genau zu den o.g. Resultaten führt, was wiederum unsere Geschichte beweist, dass Angst gefährlich ist. Und wir haben uns einen Mechanismus zugelegt, der sich ‚die Angst vor der Angst‘ nennt. Die Angst vor der Angst führt dazu, dass wir noch nicht einmal unseren großen Zeh über die Grenze des uns Bekannten schieben, um zu prüfen, wie es sich dort draußen anfühlt. Sie lässt uns schön dort verweilen, wo es gemütlich, vermeintlich sicher und bekannt für uns ist – selbst wenn uns dieser Bereich verhasst ist oder uns von unserem eigentlichen Potenzial abschneidet. Die Angst vor der Angst ist keine echte Angst, kein Gefühl, sondern eine Emotion, die wir teilweise von anderen (z.B. unseren Eltern) übernommen haben und teilweise durch alte eigene Erfahrungen aus unserer Vergangenheit gespeist wird – die aber nichts mit der aktuellen Realität zu tun hat. Dennoch ist sie so stark, dass sie uns daran hindert, unsere Bestimmung in Aktion zu sein.
Wenn wir aber weg wollen von der unbewussten und unverantwortlichen Angst hin zur bewussten, verantwortlichen Angst, müssen wir unsere Angst neu verkabeln. Was ist Angst eigentlich? Angst ist ein Gefühl und Gefühle sind weder gut noch schlecht. Gefühle dienen uns professionell, indem sie uns wichtige Informationen und Energie liefern, um bestimmte Handlungen ausführen zu können. So lässt uns Angst z.B. wach sein und Kleinigkeiten wahrnehmen. Angst lässt uns sorgfältig sein. Angst informiert uns darüber, dass wir unbekanntes Terrain betreten und weist uns den Weg. Angst lässt uns ungewöhnliche Lösungen und Auswege finden. Angst erweitert unsere inneren Grenzen und lässt uns auch außerhalb unserer bekannten Box unbegrenzt schöpferisch sein und vieles mehr. Der mit verantwortlicher Angst verbundene Archetyp ist der Schöpfer, der Magier.
Aber nochmal zurück zu den zwei Grundmotivationen: hin zu Verantwortung und weg von Verantwortung. Ausschlaggebend dabei ist, dass uns letztere Motivation in der Regel gar nicht bewusst ist. Das heißt, wir sind uns unserer Absicht, Verantwortung zu vermeiden, meist nicht bewusst. Aber warum sollten wir die unbewusste Absicht haben, Verantwortung zu vermeiden? Ich glaube diese Frage beantwortet sich von selbst, wenn wir mal darüber nachdenken, was wir in unserer Kultur mit ‚Verantwortung‘ verbinden. Uns wurde beigebracht, dass Verantwortung zu übernehmen, nicht unbedingt eine attraktive Sache ist, denn es würde unter anderem bedeuten, dass wir ‚schuld‘ sind, wenn etwas schief geht. Und um keine Verantwortung zu übernehmen, nutzen wir unsere Gefühle – unter anderem eben auch die Angst – wie oben beschrieben unverantwortlich.
Jetzt fehlt aber noch der Bezug zur Liebe. Was ist mit der Liebe, welche Rolle spielt sie in diesem Spiel? Wenn wir der unbewussten Absicht dienen, Verantwortung zu vermeiden, erzielen wir dadurch auch unbewusste und unverantwortliche Ergebnisse. Ein Beispiel: Vielleicht möchtest du seit Jahren schon deiner Bestimmung dienen. Weil in dir aber die unbewusste Absicht aktiv ist, Verantwortung zu vermeiden, nutzt du deine Angst unverantwortlich dazu, dir tausend Gründe auszudenken, warum es nicht möglich ist, den ersten Schritt in Richtung deiner Bestimmung zu tun („Das geht jetzt noch nicht, denn wir müssen erst das Haus abbezahlen.“; „In deinem Alter – nochmal völlig neu anfangen – wie stellst du dir das vor?“; „Denkst du eigentlich auch mal an deine Familie? Die Kinder brauchen dich doch!“ usw.). Und/oder du suchst dir Menschen in deinem Umfeld aus, die dich darin bekräftigen, dass es nicht geht. Und das Ergebnis? Du bleibst stecken im Hamsterrad des Überlebens. Du jammerst den lieben langen Tag über deine ausweglose Situation. Du beschuldigst andere oder dich selbst dafür, dass es dir schlecht geht, usw. Das sind die unverantwortlichen Ergebnisse, die unbewusst erzielt werden – denn bewusst würdest du natürlich viel lieber andere Ergebnisse erzielen. Es sind sogenannte Schattenprinzipien, wie Neid, Konkurrenz, Beschuldigung, Faulheit, Getrenntsein, usw. die dadurch genährt werden.
Liebe dagegen ist ein helles Prinzip – eines von vielen hellen Prinzipien. Andere helle Prinzipien sind zum Beispiel: Klarheit, Schönheit, Möglichkeit, Verbindung, Achtsamkeit, Qualität, Integrität, Entwicklung, Transformation, Sein mit, Authentizität, usw. Wenn wir der bewussten Absicht dienen, Verantwortung zu übernehmen, dann erzielen wir verantwortliche Ergebnisse, indem wir zum Beispiel auch unsere Gefühle verantwortlich nutzen. Um im oben genannten Beispiel zu bleiben, ginge das wie folgt: Du möchtest seit Jahren schon deiner Bestimmung dienen, du hast aber Angst, weil du nicht weißt wie es geht. Du bist dir dieser Angst bewusst und nutzt diese Angst auch bewusst. Zum Beispiel lässt du dich von deiner Angst darüber informieren, wen du am besten um Hilfe bittest. Deine Angst würde dir sofort die richtige(n) Person(en) nennen, nämlich jemanden, der offen und berührbar ist für die Idee, die eigene Bestimmung zu leben. Im nächsten Schritt würdest du deine Angst dazu nutzen, genau diese Person anzurufen, selbst wenn deine Hände zittern, wenn du die Nummer wählst. Du würdest deine Angst nutzen, um vielleicht folgendes zu sagen: „Hallo xy, ich habe eine ungewöhnliche Bitte an dich. Ich sehne mich schon seit Jahren danach, meiner Bestimmung zu folgen und ich habe keine Ahnung, wie ich das anstellen soll. Könntest du mir bitte Möglichkeiten geben, wie ich das ganze angehen könnte?“ Könnt Ihr Euch vorstellen, wie das weitergeht? Spürt Ihr, wie sich leise ein Lächeln auf Eurem Gesicht und Freude in Eurem Körper ausbreitet. Stellt Euch vor, ihr seid die Person, die angerufen wurde und der andere hätte das zu Euch gesagt. Ihr würdet vielleicht antworten: „Wow, super, xy! Ich bewundere deinen Mut. Ist dir eigentlich aufgefallen, dass du den ersten Schritt schon getan hast? Wie wäre es, wenn wir uns gemeinsam auf den Weg machen, ich würde nämlich auch gerne meine Bestimmung leben. …“
Bemerkst du den Unterschied? Die bewusste Absicht, Verantwortung zu übernehmen führt zu anderen Ergebnissen. Sie dient hellen Prinzipien, wie eben Liebe oder Verbindung, Würde, Spaß auf hohem Niveau und lässt uns unsere Bestimmung in Aktion sein. Und dennoch ist die Angst da. Sie darf sogar da sein, sie hat ihren Zweck und wird genutzt!
Angst ist Angst. Liebe ist Liebe. Und es könnte nützlich sein, uns selbst bei allem, was wir tun oder lassen, zu fragen: „Was ist meine Absicht? Will ich gerade Verantwortung übernehmen oder Verantwortung vermeiden? Denn es gibt nur zwei Grundmotivationen für unser Handeln: Verantwortung übernehmen oder Verantwortung vermeiden.
hin zu Verantwortung
weg von Verantwortung
bewusste Absicht
unbewusste Absicht
hohes Drama
niederes Drama
Bestimmung in Aktion
durch die Box getrieben
verantwortliche Angst (Schöpfer)
unverantwortliche Angst (Retter)
dient hellen Prinzipien (z.B. Liebe)
dient Schattenprinzipien (z.B. Rechthaberei)
Herzlichst, Eure Patrizia
Nützliche Fragen:
Wie ist deine Beziehung zu deiner Angst? Besitzt dich deine Angst noch oder hast du sie schon in Besitz genommen?
Glaubst du noch daran, dass es so etwas wie Sicherheit wirklich gibt und dass die Angst irgendwann verschwindet?
Was wäre in deinem Leben alles möglich/Was könntest du alles tun, wenn du keine Angst vor der Angst hättest?
Wo vermeidest du offensichtlich Verantwortung? (Wenn du die Frage für dich selbst beantwortet hast, frage noch ein bis zwei Personen, dir dazu Feedback zu geben – wichtig: frage gefährliche Personen, die ihre eigene Angst nicht dazu benutzen, dich zu retten ;O))
Das Expand The Box Training ist der Einstieg ins Emotional Empowerment Programm und ins The Power Of Purpose Programm. Durch gemeinsames Lernen kannst Du in kurzer Zeit viel Inhalte aufnehmen und trainieren. Dieses Basis-Training wirkt wie ein Boxenstopp, bei dem Du beginnst, Deine Gewohnheiten und Konditionierungen “umzubauen”. Die Kraft der Gruppe wirkt zusätzlich verstärkend und unterstützend. Sich in einer Gruppe von Gleichgesinnten auf den Weg zu machen, macht nicht nur mehr Spaß, sondern fördert auch die Nachhaltigkeit. Du erhältst gewinnbringende Unterstützung und schaffst ein Bewusstsein für Dein emotionales Unbewusstes.
Diese 3 Tage werden Dich an Deine Grenzen und darüber hinaus bringen. Alles, was du hier lernst kannst du sofort in deinem Alltag einsetzen. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, sich zu 100 % auf den Prozess einzulassen. Durch deine Teilnahme am Expand The Box Training kannst du ohne großes Risiko ausprobieren, ob die Methodik zu dir passt, bevor du die Entscheidung für das jeweilige Jahresprogramm triffst.
Logistische Hinweise zum Expand The Box Training Dauer: 3 Tage (Präsenz-Training) Zeiten: Tag 1: 09:00 – 22:00 Uhr / Tag 2: 09:00 – 22:00 Uhr / Tag 3: 09:00 – 17:00 Uhr Min/Max TN-Zahl: 6-20 Investition: 650-950 Euro (inkl. USt) zzgl. Kosten für Übernachtung und Verpflegung
Bist Du bereit, in einem geschützten Lernumfeld Deine Komfortzone zu erweitern?
Wir sind es gewohnt, unseren Job zu machen – tagein, tagaus. Ohne viel darüber nachzudenken, verbringen wir den größten Teil unserer Zeit damit, Geld zu verdienen, um zu überleben. Dabei passen wir uns so gut es geht an den herrschenden Arbeitsmarkt an, auch wenn das bedeutet, einen Teil unseres Selbst zu verleugnen. Und so sind wir meist halbwegs gut versorgt, aber unsere Seele hungert. Sie hungert nach Sinnhaftigkeit, nach Berufung und danach, einen Beitrag zu leisten, der den eigenen Talenten und Gaben entspricht.
Vielleicht spürst du schon länger den tiefen Wunsch, dich auf den Weg zu deiner ureigenen Bestimmung zu begeben und deine Berufung zu entdecken? Bist du bereit, dafür aktiv zu werden und mutig den ersten Schritt zu gehen? Dieser Workshop ist wie ein Startschuss, der dich in Bewegung setzt. Wie Schatzsucher begeben wir uns an diesem Tag auf eine Abenteuerreise nach Innen, um die dort verborgenen Schätze (Talente, Fähigkeiten, Qualitäten, Wünsche, etc.) zu bergen und daraus die Richtung deiner Berufung zu bestimmen. Wir beschäftigen uns auch mit deinen limitierenden Denk- und Verhaltensmustern, die dich immer wieder davon abhalten, deinen authentischen Weg zu gehen. Die Gruppe bietet hierfür ein tragfähiges Team, das durch wahrhaftige Kommunikation und Feedback jedem Teilnehmer Unterstützung und Einbindung bietet.
Die Frage, die uns durch diese beiden Tage führt, ist: Was wäre dein Job, wenn die Erde dein Arbeitgeber wäre? Du könntest in Betracht ziehen, dass dein Job schon mit deiner Geburt begonnen hat.
Logistische Informationen zum Workshop:
Dauer: 2 Tage, jeweils von 09:30 bis ca. 18:00 Uhr Ort: Online per ZOOM-Konferenz Kosten: 450,00 Euro (inkl. USt)
GEFÜHLE – Emotional gesund in einer rationalen Welt
Entfache die Kraft des bewussten Fühlens – Gratis Webinar
Emotionale Kompetenz wird von unserer Standard-Ausbildung schlichtweg ignoriert. Wir lernen nichts über den gesunden Umgang mit den eigenen Gefühlen. Unsere emotionale „Ausbildung“ erfolgt allein durch gesellschaftliche und familiäre Konditionierung. Dies führt in der Regel dazu, dass wir unsere Gefühle ins Unbewusste verbannen. Und von dort aus können sie uns bisweilen ganz schön zu schaffen machen. Zusätzlich können wir die Kraft, die eigentlich in Gefühlen steckt, so nicht bewusst für unser Leben nutzen. In diesem Webinar zeige ich dir, wie du die Kraft und die Ressourcen, die im bewussten Fühlen stecken, gewinnbringend für dich selbst und andere einsetzen kannst.
Dauer: ca. 1 Stunde
von und mit Patrizia Patz | Emotional Empowerment Training
ACHTUNG: Die Teilnehmerplätze und Termine sind begrenzt. Melde dich bitte nur an, wenn Du wirklich teilnehmen möchtest.
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