Solange du keine Bewusstheit darĂŒber hast, wozu du wirklich fĂ€hig bist, bist du zu nichts wirklich fĂ€hig!
In meiner Berufungs-Coaching Praxis begegne ich tĂ€glich Menschen, die keine Ahnung haben, wozu sie wirklich fĂ€hig sind. Und vielleicht glaubst du jetzt, ich spreche dabei von Talenten und QualitĂ€ten. Denn schon da hapert es gewaltig, da wir in der Regel dazu erzogen werden, bescheiden zu sein und nicht zu prahlen. AuĂerdem macht es das vorherrschende Bildungssystem schwer bis unmöglich herauszufinden, welche speziellen und besonderen Talente du hast. Kaum jemand ist in der Lage sich hinzustellen und zu sagen: âIch bin gut in âŠâ oder âWas ich besonders gut kann, ist âŠâ. Es dauert manchmal mehrere Coachings-Sessions, um einerseits herauszufinden, wo die StĂ€rken und Talente meiner Klienten liegen und sie dann auch noch dazu zu ermutigen, wirklich dazu zu stehen. âDas ist doch nichts Besonderes!â, höre ich da immer wieder oder: âNaja, das kann ich schon ganz gut, aber ich wĂŒrde jetzt nicht sagen, dass das ein Talent ist.â
Aber wie gesagt, davon spreche ich ĂŒberhaupt nicht! NatĂŒrlich ist es wichtig zu wissen, was du gut kannst und wo deine Talente liegen, um deine Berufung leben zu können. Wenn ich dich aber frage, wozu du wirklich fĂ€hig bist, meine ich etwas ganz anderes, was aber mindestens genauso entscheidend ist, um die eigene Berufung zu leben â wenn nicht vielleicht sogar noch entscheidender. Ich spreche von deiner Unterwelt, von deiner Schattenseite!
Und deine Schattenseite ist auch nicht das, was du nicht gut kannst oder die kleinen SchwĂ€chen, die mir im Berufungs-Coaching immer wieder aufgezĂ€hlt werden: âIch kann mich nicht gut verkaufenâ, âIch bin zu sensibelâ, âIch bin eher introvertiertâ usw. Bei deiner Unterwelt handelt es sich um die dunklen, in der Regel unbewussten und unverantwortlichen AbgrĂŒnde deiner Persönlichkeit, mit denen du dein Leben solange sabotieren wirst, solange du keine Bewusstheit darĂŒber hast. Denn solange dir nicht bewusst ist, wozu du wirklich fĂ€hig bist â und ich meine das im ĂŒbelsten Sinne des Wortes â bist du entweder eine wandelnde, tickende Zeitbombe oder nichts weiter als ein wirkungsloser âBlindgĂ€ngerâ. Wenn du deine Schattenseite nicht in Besitz genommen hast, entfaltet dein Leben entweder ĂŒberhaupt keine Wirkung oder schlimmstenfalls eine Wirkung, die dir nicht gefĂ€llt.
Die eigene Unterwelt in Besitz zu nehmen ist nicht nur eine Voraussetzung dafĂŒr, deine Berufung zu leben, es ist ein grundsĂ€tzlicher Bestandteil des Ăbergangs zum verantwortlichen Erwachsensein. Leider wird uns dieser Prozess auf dem Weg zum Erwachsenwerden in unserer Kultur nicht zur VerfĂŒgung gestellt. Dennoch ist das Wissen darĂŒber vollstĂ€ndig vorhanden â nĂ€mlich in unseren Geschichten â in den alten, genauso wie in den neuen, modernen Geschichten. Jede klassische Heldengeschichte beinhaltet eine Reise in die Unterwelt und einen Kampf gegen den (inneren) DĂ€mon â und erst die Reise in die Unterwelt lĂ€sst das Handeln des Helds wirklich wirksam werden. Egal ob es sich um die altertĂŒmlichen Helden, wie Herkules oder Odysseus handelt oder um ganz moderne Helden, wie zum Beispiel Luke Skywalker aus der berĂŒhmten Weltraumsaga Star Wars.
Zu Beginn der Geschichte ist Luke ein ziemlich netter Junge, mit Flausen im Kopf und TrĂ€umen von der groĂen weiten Welt. Er ist echt nett, sehr naiv und vor allem eines: vollkommen harmlos! Sein Leben hat keine Wirkung â es wird bestimmt durch die UmstĂ€nde in denen er lebt. Dann, durch einen plötzlichen Schicksalsschlag dieser UmstĂ€nde âberaubtâ, beginnt er seine Odyssee, seine Heldenreise â die in Wirklichkeit seine Initiation ins Erwachsensein und in seine Bestimmung darstellt. Auf dieser Reise lernt er allerlei neue FĂ€higkeiten und entdeckt verborgene Talente, die er â begleitet durch Mentoren und Lehrer â diszipliniert trainiert und verfeinert. So verwandelt er sich Schritt fĂŒr Schritt vom netten harmlosen Jungen zum strahlenden Helden. Aber etwas fehlt â Luke ist sich immer noch nicht darĂŒber bewusst, zu was er wirklich fĂ€hig ist â welche Kraft wirklich in ihm steckt. Er ist sich nicht darĂŒber bewusst, dass er nicht nur eine positive strahlende Heldenseite besitzt, sondern ebenso eine böse, hinterhĂ€ltige und grausame Schattenseite, die er im AuĂen in der Gestalt des allmĂ€chtigen âImperiumsâ und dem dĂ€monischen Darth Vader so sehr verabscheut und bekĂ€mpft.
Und da er diese Kraft noch nicht kennt, sich nicht bewusst darĂŒber ist, dass sie ein Teil von ihm ist und ihr Vorhandensein vielleicht sogar verleugnet, kann er seine Bestimmung nicht bis ins letzte erfĂŒllen. Er muss sich erst seinem inneren Monster stellen, es akzeptieren, dass es dieses Monster auch in ihm gibt, bevor er das Monster im auĂen âerledigenâ kann â denn darin liegt seine Bestimmung. Um Darth Vader als ebenbĂŒrtiger Gegner entgegentreten zu können, muss Luke also zunĂ€chst hinabsteigen in seine Unterwelt. Sein Mentor Yoda schickt ihn dorthin und auf Lukes Frage: âWas werde ich dort finden?â sagt Yoda: âNur das, was du selbst mitbringst âŠâ
In der Unterwelt begegnet Luke seinem Erzfeind Darth Vader und erkennt: Darth Vader ist ein Teil von ihm â seine Boshaftigkeit, Machtgier und Grausamkeit stecken auch in ihm selbst. Ihm wird bewusst, dass er kein harmloser Junge mit einem Laserschwert ist, sondern dass er ebenso fĂ€hig ist, zu töten und unermessliches Leid zu erzeugen. Diese schmerzhafte Erkenntnis versetzt ihn in die Lage, das Gute vom Bösen zu unterscheiden und es ermöglicht ihm, eine bewusste Wahl zu treffen zwischen der hellen und der dunklen Seite der Macht. Die Wahl eines erwachsenen, initiierten Mannes. Erst dann, nĂ€mlich nachdem Luke bewusst geworden ist, zu was er wirklich fĂ€hig ist, ist er in der Lage, seine Bestimmung zu erfĂŒllen.
Vor kurzem habe ich in einem Facebook-Post gelesen: âSpiritualitĂ€t bedeutet nicht, positiv zu werden, SpiritualitĂ€t bedeutet, bewusst zu werden.â Was viele New Age Disziplinen hingegen propagieren bzw. versprechen, ist eine AbkĂŒrzung auf dem Weg zur Erleuchtung. Die Unterwelt wird dabei komplett auĂer Acht gelassen oder sogar verteufelt. Du musst nur genug meditieren und positiv denken, dann hat das Böse keine Macht ĂŒber dich. Na dann, viel GlĂŒck! Das Problem ist, der Weg zur Erleuchtung bzw. zu deiner Bestimmung fĂŒhrt nun mal geradewegs durch deine Unterwelt, egal ob dir das bewusst ist oder nicht. Du magst noch so hehre Ziele haben und dich auf den Weg machen, um deine Vision in die Tat umzusetzen und dabei die Welt zu retten â schon an der nĂ€chsten StraĂenecke begegnet dir der König deiner Unterwelt â im Possibility Management nennen wir ihn den Gremlin. Vielleicht kommen dir die ersten Zweifel, ob du das wirklich kannst. Oder es entsteht der Gedanke in dir: âDa gibtâs doch bestimmt einen einfacheren Weg! Ich muss nur die richtige Idee haben und dann rollt der Rubel!â Oder dein Perfektionismus schlĂ€gt zu und ĂŒberzeugt dich âIch bin nicht gut genug â das schaffe ich nie!â Oder du siehst dich als das arme Opfer widriger UmstĂ€nde, die es dir leider unmöglich machen, deiner Bestimmung weiter zu folgen. Du wĂŒrdest ja, aber es geht einfach nicht. Du kehrst zurĂŒck zu einem Leben voller MittelmĂ€Ăigkeit und beschuldigst deine eigene SchwĂ€che, andere oder die UmstĂ€nde dafĂŒr. Kennst du das?
Das ist nichts anderes als deine Unterwelt, dein Gremlin, der unbewusst deine Ziele sabotiert. Denn solange du keine Bewusstheit hast ĂŒber die unverantwortlichen Spiele, die du unbewusst spielst, um Verantwortung zu vermeiden, hast du nicht die Wahl zwischen der dunklen und der hellen Seite der Macht! Solange du glaubst, du bist harmlos, wird dein Leben harmlos bleiben! Wenn du also wirklich deine Bestimmung leben willst, wird es Zeit fĂŒr dich, eine Reise in deine persönliche Unterwelt zu unternehmen und dich mit deinem Schatten zu konfrontieren.
Möge die Macht mit dir sein!
Herzlichst, Patrizia
P.S. Entdecke den Jedi in dir! Die das Emotional Empowerment Training ist so etwas wie eine Ausbildung zum modernen Jedi-Ritter. Dort hast du unter anderem die Möglichkeit, in einem geschĂŒtzten Rahmen deine Reise in die Unterwelt zu durchlaufen und deinen inneren DĂ€monen zu begegnen. Voraussetzung dafĂŒr ist die vorherige Teilnahme am Emotional Empowerment Basis Training. Aktuelle Termine findest du im Kalender .
Bilderquelle: Twentieth Century Fox & Lucas Film Ltd.
Wie wir unsere Lebendigkeit unserer unbewussten Angst zu sterben opfern
Kennst du dieses Zitat von Norman Cousins?
âDer Tod ist nicht der gröĂte Verlust im Leben. Der gröĂte Verlust ist das, was in uns stirbt, wĂ€hrend wir leben.â
Ich wĂŒrde sogar sagen, der gröĂte Verlust im Leben, sind die Dinge, die wir in uns sterben lassen, wĂ€hrend wir leben. Ist das nicht paradox? Unsere Angst zu sterben ist so groĂ, dass wir gar nicht merken, dass wir das, was wir so sehr fĂŒrchten, bereits jetzt in unserem Leben erzeugen. Wir opfern unsere Lebendigkeit auf dem Altar der Angst und werden so zu lebenden Toten â quasi Zombies â die furchtbar penibel darauf achten, kein Risiko einzugehen. Ansonsten könnten wir ja wirklich sterben. Aber wo bitteschön ist der Unterschied zwischen lebendig tot und wirklich tot? Hast du dich das schon mal gefragt?
Und so kreieren wir uns ein Leben voller MittelmĂ€Ăigkeit und jeder Menge HintertĂŒrchen. Und das System â unsere aktuelle Kultur â versucht, so gut es geht ihren Nutzen und Profit aus diesem Umstand zu ziehen. Ein GroĂteil unserer Wirtschaft und unsere Sozialsysteme bauen auf dieser Basis unbewusster Angst auf. Die Versicherungsbranche, das Bankenwesen, die Immobilienbranche, aber auch unser Arbeitsmarkt und das System abhĂ€ngiger Arbeit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer basieren auf diesem Ăberlebenskampf â um nur einige Beispiele zu nennen. Lebende Tote lassen sich eben viel leichter steuern und manipulieren â sei es von der Werbung oder von der Politik.
Was lassen wir alles in uns sterben? Schon wĂ€hrend unserer Schulzeit stirbt sehr viel in uns, denn unser Schulsystem ist nicht darauf ausgerichtet, kreative und selbstĂ€ndig denkende, unterschiedliche Persönlichkeiten zu bilden. Wir werden bereits zu dieser Zeit darauf getrimmt, in einem Umfeld von Konkurrenz und Bewertung zu ĂŒberleben. Die Angst zu sterben schwingt die ganze Zeit auf der Metaebene mit. Denn wenn du keine guten Noten hast, schaffst du deinen Abschluss nicht und bekommst keinen Job, hast somit kein Geld und landest letztendlich unter einer BrĂŒcke. Und von da aus ist es nur ein kurzer Schritt ins ⊠Nichts. Also lassen wir unsere KreativitĂ€t sterben, unsere Unbeschwertheit, unsere Einzigartigkeit und unseren Mut, nach dem WARUM zu fragen, âŠ
Nach Schule und Studium geht es weiter und es dreht sich alles darum, einen guten Job zu ergattern. Gut heiĂt in diesem Spiel, sicher und gut bezahlt, inklusive aller Sozialleistungen. Gut heiĂt nicht, dass dieser Job irgendetwas mit unseren Talenten, unserer Leidenschaft oder unserer Berufung zu tun hat. Wenn die Arbeit halbwegs unseren Talenten entspricht, ist das ein Segen, aber dieser Faktor steht nicht an erster Stelle. Die Angst zu sterben schwingt die ganze Zeit auf der Metaebene mit. Immerhin mĂŒssen wir unsere Miete bezahlen und unsere Familie ernĂ€hren. Und wenn du keinen sicheren, gut bezahlten Job hast, hast du irgendwann kein Geld mehr und landest unter einer BrĂŒcke â zusammen mit deiner Familie. Und von dort aus ist es nur ein kurzer Schritt ins ⊠Nichts. Also lassen wir unsere Vision und unsere Begeisterung sterben, unsere Berufung, unsere Abenteuerlust und unsere Neugier und ĂŒbergeben unsere AutoritĂ€t unserem Chef oder dem Staat.
In meiner Coachingpraxis erarbeite ich mit meinen Klienten das, was ihre wahre Berufung ist. Gemeinsam erstellen wir eine klare Vision von dem, was sie in dieser Welt wirklich bewirken möchten und aufgrund der ihnen gegebenen Talente auch in der Lage wĂ€ren, zu tun. Am Ende des Coachings steht sogar ein klarer Plan, wie sie ihre Vision Schritt fĂŒr Schritt umsetzen können. Doch trotz dieser Klarheit und der Sehnsucht, dieser Vision zu folgen, bleiben viele lieber in ihrer sicheren Komfortzone, weil die unbewusste Angst zu sterben einfach gröĂer ist.
âKĂ€mpft und Ihr sterbt â vielleicht, flieht und Ihr lebt â wenigstens eine Weile. Und wenn Ihr dann in vielen Jahren sterbend in Eurem Bett liegt, wĂ€ret Ihr dann nicht bereit, jede Stunde einzutauschen von heute bis auf jenen Tag, um einmal nur wieder hier stehen zu können âŠâ
Braveheart, 20th Century Fox
Und um all das innere Sterben ertragen zu können, mĂŒssen wir auch unsere GefĂŒhle sterben lassen. Wir werden taub und gefĂŒhllos â lebende Tote. Ansonsten wĂŒrde der Schmerz ĂŒber all das Sterben uns ĂŒberwĂ€ltigen. Unsere HĂ€user â gekauft oder gemietet â werden zu GefĂ€ngnissen und GrĂ€bern. All die Dinge, die wir uns anschaffen, um uns sicher zu fĂŒhlen, beginnen uns zu besitzen, weil sie unsere Aufmerksamkeit, unsere Zeit und unser Geld absorbieren. Wir arbeiten nicht aus Begeisterung und um unseren einzigartigen Beitrag zum groĂen Ganzen zu leisten, sondern allein, um zu ĂŒberleben.
Gleichzeitig nehmen wir aber auch nicht mehr wahr, was um uns herum alles stirbt. Die Taubheit, die wir uns selbst gegenĂŒber erzeugt haben, macht uns auch taub gegenĂŒber dem Sterben das auf dem Planeten Erde vor sich geht. Eine Tatsache, die uns langfristig wirklich bedrohen und in einen Ăberlebenskampf bringen könnte.
Was uns wirklich fehlt, ist die Bereitschaft zu sterben. Wir vergeuden all unsere Energie darauf, vermeintliche Sicherheit zu erlangen und laufen damit einer Illusion hinterher. Mehr noch, wir verkaufen unsere Seele an diese Illusion. Der Tod ist untrennbar mit dem Leben verbunden. Wir werden sterben â frĂŒher oder spĂ€ter. Warum also nicht die Zeit nutzen und einen Unterschied bewirken? In den meisten indigenen Kulturen gibt es einen rituellen Ăbertritt ins Erwachsensein, bei denen die Jugendlichen wirklich ihr Leben aufs Spiel setzen. Sie verbringen zum Beispiel eine Woche alleine in der Wildnis, ohne Essen oder zusĂ€tzliche Kleidung dabei zu haben. Sie machen die Erfahrung, wie es ist, als Erwachsener mit dem Tod als stĂ€ndiger und natĂŒrlicher Begleiter des Lebens, zu agieren. Wenn sie es schaffen und zurĂŒck in ihr Dorf kommen, werden sie gefragt, welchen Beitrag sie zum groĂen Ganzen leisten wollen und werden dann als Erwachsene in die Dorfgemeinschaft aufgenommen.
Raphael Fellmer, âGlĂŒcklich ohne Geldâ
In unserer modernen westlichen Kultur bleibt uns diese Erfahrung vorenthalten. Wir machen nicht die Erfahrung, dass wir trotz Angst und der Gefahr zu sterben, in der Lage sind, lebendig zu sein und unserer einzigartigen Vision zu folgen. Deshalb glauben wir auch nicht daran, dass das möglich ist. Aber wir können verÀndern, was wir glauben. Es gibt bereits viele Menschen, die das getan haben.
Dazu bedarf es lediglich einer Entscheidung. Wenn wir wirklich unser volles Potenzial leben wollen, unsere Berufung, eine nÀhrende und intensive Beziehung, 100 % Lebendigkeit und ein Leben geprÀgt von Sinnhaftigkeit und Begeisterung, bedarf es dieser Entscheidung. Bist du wirklich bereit, zu sterben?
Herzlichst, Eure Patrizia
NĂŒtzliche Fragen:
Was hast du alles in dir sterben lassen, seitdem du auf der Welt bist?
In Bezug auf was, stellst du dich jetzt gerade tot?
Was könntest du alles tun, wenn du wirklich bereit wÀrest, zu sterben?
Stell dir dich vor mit 80, 90 oder 100 Jahren und du liegst auf deinem Totenbett â welche Dinge in deinem Leben wĂŒrdest du wirklich bedauern, dass du sie nicht getan hast?
Was glaubst du mĂŒsste alles passieren, damit du anfĂ€ngst wirklich zu leben?
Es gibt drei geheime KrĂ€fte, die allen Menschen innewohnen. Geheim oder unentdeckt sind die FĂ€higkeiten deshalb, weil wir sie in der Regel nicht als KrĂ€fte wahrnehmen, mit denen wir etwas verĂ€ndern können. Es wurde uns nicht beigebracht, dass es sich dabei um transformatorische KrĂ€fte handelt, die wir in uns tragen und jederzeit sowie ohne Erlaubnis nutzen können. Wenn wir sie nĂ€mlich wirklich als KrĂ€fte wahrnehmen und bewusst nutzen wĂŒrden, wĂŒrde die Welt, wie wir sie heute kennen, mit ziemlich groĂer Wahrscheinlichkeit anders aussehen. Wahrscheinlich bist du jetzt bereits neugierig, von welchen drei KrĂ€ften ich spreche. Okay, also hier sind deine drei unverĂ€uĂerlichen, kraftvollen und geheimen Werkzeuge, um deine Welt zu verĂ€ndern:
Mir geht es im Folgenden um die erstgenannte unentdeckte, geheime Kraft, die du fĂŒr dich nutzen kannst: Die Kraft des bewussten AuswĂ€hlens. Denn oft stehen wir dem AuswĂ€hlen beziehungsweise dem Treffen von Entscheidungen zwiespĂ€ltig gegenĂŒber. Wir wollen einerseits als mĂŒndige Erwachsene natĂŒrlich gerne die Wahl haben und unsere eigenen Entscheidungen treffen, statt Vorgaben von auĂen zu bekommen, die wir befolgen mĂŒssen. Auf der anderen Seite gibt es aber einen Teil in uns, der zwar gerne die Freiheit der Wahl hat, aber die Verantwortung, die mit dem Entscheiden untrennbar einhergeht, vermeiden will. Dieses Dilemma, Freiheit: ja â Verantwortung: nein, fĂŒhrt in der Regel dazu, dass wir unsere Kraft der Entscheidung ins Unbewusste verdrĂ€ngen. Die transformative Kraft von Entscheidungen und bewusstem AuswĂ€hlen verschenken wir auf diese Weise dann ganz leichtfertig. Die Folge: unser Leben wird unwirksam und kraftlos â wir werden zum Opfer der UmstĂ€nde. Es gibt aber glĂŒcklicherweise Wege, die dir helfen die Kraft des AuswĂ€hlens wieder zurĂŒckzugewinnen und diese Wege helfen dir enorm, dein Selbstbewusstsein zu stĂ€rken und h Klarheit zu gewinnen, was wirklich gut fĂŒr dich ist und was du wirklich willst.
Wir wĂ€hlen und entscheiden stĂ€ndig â ohne uns darĂŒber bewusst zu sein. Von dem Moment an, wenn morgens der Wecker klingelt, bis zu dem Moment, wenn wir am Ende des Tages wieder in den Schlaf sinken â also eigentlich die komplette Zeit, in der wir wach sind. Aber sind wir wirklich wach? Wenn wir nĂ€mlich tatsĂ€chlich wach wĂ€ren, wĂ€ren wir uns auch ĂŒber unsere Entscheidungen bewusst und wĂŒrden bewusst auswĂ€hlen. Also, der Wecker klingelt und wir stehen auf â ohne uns darĂŒber bewusst zu sein, dass wir gerade gewĂ€hlt haben, nĂ€mlich aufzustehen, anstatt liegen zu bleiben. Oder wir entscheiden uns, noch ein bisschen liegen zu bleiben â was vielleicht schon eine etwas bewusstere Entscheidung notwendig macht. SpĂ€testens wenn es dann beim FrĂŒhstĂŒck hektisch wird oder wir im morgendlichen Stau stehen, haben wir dann aber oft wieder vergessen, dass wir selbst die Entscheidung getroffen haben, liegen zu bleiben und schimpfen vielleicht ĂŒber den Verkehr oder unsere Arbeitszeiten. Freiheit der Entscheidung: ja â aber keine Verantwortung. Das liegt gröĂtenteils daran, dass wir in unserer Kultur Verantwortung als etwas Negatives betrachten. Wir setzen Verantwortung gleich mit Schuld und wenn wir schuld sind, dann haben wir den »Schwarzen Peter« und können »zur Verantwortung gezogen werden«. Das ist in der Regel unbequem. Da ist es doch viel bequemer, sich als Opfer wahrzunehmen.
So geht es den ganzen Tag weiter. Wir entscheiden unbewusst oder verdrĂ€ngen einfach, dass wir selbst entschieden haben, damit wir spĂ€ter nicht schuld sind am Ergebnis und uns beschweren können ĂŒber den blöden Chef, die langweilige Arbeit, die langsame Kassiererin, den unachtsamen Partner oder das öde Fernsehprogramm. Nur zu gerne machen sich Menschen automatisch zum Opfer der UmstĂ€nde. Das geht so weit, dass wir uns vormachen, wir hĂ€tten gar keine Wahl, uns fĂŒr oder gegen etwas in unserem Leben zu entscheiden â schlieĂlich kann ich ja nicht beeinflussen, was im Fernsehen gesendet wird, ich mache ja als Zuschauer nicht das Programm!
»Wenn du nicht bewusst auswĂ€hlst, wĂ€hlst du unbewusst â es ist dennoch deine eigene Wahl!«
Unbewusst zu entscheiden, ist die eine Variante, mit der wir diese uns innewohnende Kraft verleugnen. Die andere Variante, besteht darin, zu Zögern und zu Zaudern oder einfach keine Entscheidung zu treffen. Denn eine bewusste Entscheidung zu treffen, fĂ€llt uns oft schwer. Kennst du das? Vor deiner Nase tun sich verschiedenste Möglichkeiten auf und du hast Schwierigkeiten zuzugreifen und dich fĂŒr eine zu entscheiden? Das kann schon bei scheinbar einfachen Entscheidungen, wie der Auswahl deines Abendessens aus der Speisekarte im Restaurant passieren, bis hin zu schwerwiegenden Entscheidungen, wie zum Beispiel welchen Studiengang du belegen oder welchen Beruf du ergreifen sollst.
Dieser Moment ist spannend und lĂ€hmend zugleich. Je lĂ€nger du die Entscheidung hinauszögest, desto unertrĂ€glicher wird er aber â auĂer natĂŒrlich, du nutzt die Macht der VerdrĂ€ngung und setzt deine Taubheitsschwelle kurzerhand so hoch, dass du die Spannung nicht mehr fĂŒhlst: »Ich spiele erst einmal eine Runde Fortnite oder schau, was auf Facebook los ist.« Damit hoffst du vielleicht auf ein Zeichen oder dass dir jemand anderes die Entscheidung abnimmt oder dass der Kelch einfach so an dir vorĂŒbergeht. Du denkst vielleicht: »Ich muss mich ja noch nicht heute entscheiden!«
Das Dumme ist, in diesem Zwischenraum – oder besser gesagt in diesem Vorraum – deiner Entscheidung passiert nichts. Er ist so etwas Ă€hnliches wie der Flur in deiner Wohnung – in diesem Raum passiert NICHTS! Rein gar NICHTS! Es ist der Raum, in dem du vielleicht deine Schuhe anziehst, deinen SchlĂŒssel greifst und dich fertig machst, um loszugehen in den nĂ€chsten Raum. In dem Vorraum deiner Entscheidungen ist es weder gemĂŒtlich noch warm, noch ist der Raum dazu gedacht, sich lĂ€nger dort aufzuhalten. Es ist ein toter Raum, der nur dem Ăbergang dient. Nichtsdestotrotz gibt es Menschen, die diesen Raum zu ihrem Zuhause gemacht haben, die sich hier hĂ€uslich eingerichtet haben, im Treppenhaus der Unentschlossenheit oder im Wartezimmer des Lebens. Die Psychologie spricht von Prokrastination. Umgangssprachlich wĂ€re Aufschieberitis wohl das passende Wort. Menschen lieben diesen Raum, genau weil dort NICHTS passiert und ihnen dort daher vermeintlich nichts passieren kann. Gleichzeitig trĂ€umen sie davon, wo sie als NĂ€chstes hingehen könnten.
Sich nicht zu entscheiden ist wie tief einzuatmen und dann den Atem anzuhalten. Das fĂŒhlt sich eine Zeit lang ganz gut an: vor dir alle Möglichkeiten dieser Welt, wow, du mĂŒsstest nur zuzugreifen! Aber du tust es nicht. Und warum? Ganz einfach: Scheiden tut weh!
Scheiden tut weh â das sagt uns schon das Kinderlied. Genauso ist es beim Entscheiden, denn jede Entscheidung bringt einen kleinen Tod mit sich. Was in dem Moment der Entscheidung stirbt, sind all die anderen Möglichkeiten, all die anderen Alternativen, gegen die du dich in diesem Moment entscheidest. In dem Moment, wo ich mich beispielsweise entscheide, in einem freien Beruf als SelbstĂ€ndiger zu arbeiten, kann ich nicht mehr die Sicherheit einer Arbeit im Ăffentlichen Dienst fĂŒr mich in Anspruch nehmen. Auch wenn ich nie im Staatsdienst gearbeitet habe, im Moment der Entscheidung droht der Verlust und damit ist dieser Abschied mit Schmerz verbunden. Es ist der Preis, den du bei jeder Entscheidung bezahlst. Jede Entscheidung, wirklich jede Entscheidung hat ihren verdammten, individuellen Preis. Es entstehen unter anderem folgende unsichtbare Kosten:
Die abgewĂ€hlten Alternativen stehen dir dann erstmal nicht mehr zur VerfĂŒgung.
Du musst mit den Konsequenzen der Entscheidung leben.
Du kannst dich nicht mehr als Opfer darstellen.
Du kannst niemand anderen mehr fĂŒr deine Situation beschuldigen.
Du beziehst Stellung und wirst sichtbar.
Du trittst in Aktion und musst Abschied nehmen vom bisherigen Status Quo.
Du bekommst Feedback â von deinem Umfeld oder in Form von Resultaten.
Du wirst Resultate erzielen, von denen du noch nicht weiĂt, ob du sie dir gefallen werden.
Du musst Unsicherheit aushalten, denn du weiĂt noch nicht, ob deine Entscheidung zu den gewĂŒnschten Resultaten fĂŒhrt.
Manchmal glaubst du vielleicht, du könntest diesen Preis umgehen und den Schmerz des Abschieds vermeiden, indem du dich einfach nicht entscheidest. So bleiben dir alle Möglichkeiten offen â das redest du dir jedenfalls ein und zahlst damit, ohne es zu merken, einen viel höheren Preis. Um es krass auszudrĂŒcken: du zahlst mit deinem Leben und deinen Möglichkeiten! Denn anstatt eine der Möglichkeiten durch deine Entscheidung zum Leben zu erwecken, erweckst du keine einzige zum Leben. Gleichzeitig belĂŒgst du dich dabei selbst, denn in Wirklichkeit ist Nicht-Entscheiden ebenfalls eine Entscheidung. Aber eben meist eine unbewusste und meist auch die schlechteste Entscheidungsalternative.
Bewusste Entscheidungen zu treffen, ist hingegen ein fortlaufender aktiver Akt des schöpferischen Gestaltens eines initiierten Erwachsenen (Vielleicht musst du diesen Satz mehrmals lesen, bis er bei dir ankommt). Ein echter Erwachsener ist bereit, den vollen Preis fĂŒr seine Entscheidungen zu bezahlen.
Die GrĂŒnde, warum du Entscheidungen manchmal vor dir herschiebst, können mannigfaltig sein. Aber sie haben fast immer mit Angst zu tun. Hier ist eine kleine Auswahl:
Du hast Angst, einen Fehler zu machen, also die falsche Entscheidung zu treffen.
Du willst keine Verantwortung ĂŒbernehmen, nicht schuld am Ergebnis sein.
Du glaubst, du weiĂt noch zu wenig und hast noch nicht genĂŒgend Informationen, um eine Entscheidung zu treffen.
Du glaubst noch an das Konzept von Sicherheit und Garantie und wartest, bis du ganz sicher bist.
Du hast Angst dich zu verpflichten, dich festzulegen oder in AbhÀngigkeit zu geraten.
Du hast Angst, gefangen zu sein in deiner Entscheidung â fĂŒr immer und ewig!!
Welche sind deine LieblingsgrĂŒnde? Die genannten GrĂŒnde sind total nachvollziehbar und bestens bekannt, denn wir leben in einer Gesellschaft, die Sicherheit als einen ihrer höchsten Werte propagiert. Auf der Showseite zeigt sich unsere Gesellschaft zwar gerne als eine Gemeinschaft von Menschen, die ihre IndividualitĂ€t, ihre gegenseitige Toleranz, ihre Innovationskraft und ihre kulturelle Vielfalt ermöglicht, tatsĂ€chlich leben aber ganze Branchen davon, dass Menschen vermeintlicher Sicherheit hinterherjagen. Auch die aktuelle Coronakrise zeigt, wie stark die Menschen der Sicherheit nachjagen. Sicherheit steht scheinbar ĂŒber allem. Doch Sicherheit ist eine Illusion! Der einzige Gewinn, den du hast, wenn du dich in deinem Leben nicht wirklich fĂŒr etwas entscheidest, liegt darin, die Angst der Unsicherheit des Eintritts der gewĂŒnschten Ergebnisse nicht fĂŒhlen zu mĂŒssen. NatĂŒrlich kannst du dich dann auch viel besser als Opfer der UmstĂ€nde ausgeben. Sonst gibt es aber keinerlei Nutzen! Da stellt sich doch die Frage, ob es das wert ist, um diesen kleinen Zugewinn an Bequemlichkeit mit einem unendlich groĂen Verlust an Möglichkeiten zu bezahlen.
Nun habe ich eine Erkenntnis fĂŒr dich, die wirklich magisch ist: Es braucht immer ein bisschen Wut, um eine Entscheidung zu treffen. Du hast richtig gelesen, es handelt sich nicht um einen Tippfehler â es heiĂt tatsĂ€chlich Wut, nicht Mut. In jedem Heldenepos wird der Mut der Helden besungen, kaum ein Kinofilm, der nicht von einem mutigen Hauptakteur erzĂ€hlt, doch im wirklichen Leben, da ist es mit Mut so eine Sache. Du brauchst natĂŒrlich auch Mut, um eine Entscheidung dann in die Tat umzusetzen. Vielleicht kennst du dieses Zitat von Eleanor Roosevelt:
»Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern die Entscheidung, dass es etwas Wichtigeres gibt als die Angst. Die Tapferen leben vielleicht nicht ewig, aber die Zögernden leben ĂŒberhaupt nicht.«
Eleanor Roosevelt, Ehemalige US-Amerikanische First-Lady und Menschenrechtsaktivistin.
Ehrlich gesagt, habe ich das Wort Entscheidung in das Zitat hineingeschmuggelt, weil ich es tatsĂ€chlich so empfinde. Mut ist immer eine bewusste Entscheidung! Wenn wir es schaffen, uns fĂŒr etwas zu entscheiden und dann loszulegen, dann sind wir mutig. Denn wir akzeptieren fĂŒr uns auch die Angst des Scheiterns. Wir erkennen ein Risiko und gehen trotzdem ins Neuland. Das Problem ist, dass man nicht einfach mal mutig sein kann. Das gilt besonders, wenn man sein Gehirn daran gewöhnt hat, vorsichtig, Ă€ngstlich und zögerlich zu sein. Dann braucht es zunĂ€chst einen Energie-Schub, der uns aus der Komfortzone herauskatapultiert und genau dafĂŒr eignet sich die Wut und die Wut-Kraft hervorragend. Statt mutig sein zu wollen, empfehle ich dir, deine Wut zu nutzen. FĂŒr eine Entscheidung, fĂŒr deine Berufung, fĂŒr dein Ding brauchst du Zugang zu deiner Wut-Kraft.
Das mit der Wut wird klarer, wenn wir das Wort Entscheidung mal genauer betrachten. Entscheidung heiĂt bildlich gesprochen, dein Schwert aus der Scheide zu ziehen, um etwas bewusst abzuschneiden, etwas zu trennen. Das trifft auch fĂŒr das englische Wort Decision zu. Es stammt vom lateinischen decaedere, was so viel heiĂt wie abschneiden. Beim Entscheiden handelt es sich also um einen bewussten, man könnte sogar sagen einen gewaltsamen Akt (= Wut), bei dem du mit deinem Schwert der Klarheit die gewĂ€hlte Alternative aus dem Meer der Möglichkeiten heraustrennst. Zack! Durch diesen bewussten Akt entstehen Kraft und Energie, welche der gewĂ€hlten Alternative dann voll und ganz zur VerfĂŒgung stehen. Es ist wie ein Befreiungsschlag oder auch wie eine Geburt. Die Kraft, die vorher noch auf alle möglichen Alternativen verteilt war, ist jetzt auf die gewĂ€hlte Alternative konzentriert. Indem du die anderen Alternativen sterben lĂ€sst, erweckst du die gewĂ€hlte Alternative erst vollstĂ€ndig zum Leben! Das ist die Magie der Entscheidung! Entscheidung erweckt den nĂ€chsten Schritt zum Leben. Das ist die geheime Kraft, die im WĂ€hlen, im Entscheiden steckt â und diese Kraft wird durch das bewusst genutzte GefĂŒhl Wut aktiviert.
»Um dein Leben zu verÀndern, bedarf es lediglich deiner Entscheidung!«
Wie kann also Wut helfen? Wie setzt sie diese Magie in Kraft? Ich habe es selbst einmal sehr eindrĂŒcklich erlebt. Ich hatte seit meiner Kindheit den Traum, TĂ€nzerin zu werden. Es war ein sehr, sehr kraftvoller Wunschtraum. Diese Vision hat mich meine ganze Kindheit und Jugend begleitet. Meiner Erziehung folgend habe ich diesen Wunsch auf meinem Berufsweg aber irgendwann vergessen. Als ich 31 Jahre alt war, saĂ ich eines Abends im Kino und sah den Film Billy Elliot â I will dance! Der Film handelt von einem Jungen, der das Geld, das ihm sein Vater fĂŒr den Boxunterricht gibt, lieber heimlich in Ballettunterricht investiert. Er entdeckt seine Leidenschaft und sein Talent fĂŒr das Tanzen und wird gegen alle Konventionen, ZwĂ€nge und Vorurteile seines mĂ€nnlich geprĂ€gten Umfelds am Ende ein erfolgreicher und glĂŒcklicher BalletttĂ€nzer. Ich saĂ an diesem Abend zweieinhalb Stunden vor der Leinwand und weinte bitterlich. Auf dem Weg nach Hause weinte ich immer noch und auch noch die ganze Nacht. Der Film hatte meinen alten Kindheitstraum, TĂ€nzerin zu werden, in mir wachgerĂŒttelt und mir wurde klar: ich hatte diesen Traum nie wirklich verabschiedet und beerdigt. Ich hatte mich noch nicht bewusst dagegen entschieden. Ein Teil meiner Aufmerksamkeit, Energie und Lebenskraft war unbewusst immer noch in diesem Traum gebunden. Ein unbewusster Teil von mir wollte auch mit 31 Jahren noch TĂ€nzerin werden.
Ich wollte mich nun aber bewusst, von diesem alten Traum befreien und dazu nutzte ich meine Wut. Ich fĂŒhrte ein kleines Ritual durch, bei dem ich mich ganz offiziell von diesem Traum verabschiedete. Mit der Wut-Kraft meiner inneren Kriegerin sagte ich zu mir selbst: »Es ist Zeit Abschied zu nehmen. Ich habe diesen Traum lange genug in mir getragen. Damit ist hier und jetzt Schluss!« Das Bild, das ich bei diesem Ritual vor mir sah, war ein groĂer Baum, der einen mĂ€chtigen Seitentrieb entwickelt hatte. Dieser Seitentrieb war ein Sinnbild fĂŒr meinen immer noch aktiven TĂ€nzerinnentraum. Dann sah ich mich mit dem Schwert in der Hand, wie ich diesen Seitenast mit meiner Wut-Kraft und einem klaren Hieb abtrennte. Zack! Dies hatte zur Folge, dass die bis dahin in dem Seitenast (also dem Traum) gebundene Lebensenergie, ab diesem Zeitpunkt dem Hauptstamm des Baumes (also meinem aktiven Leben) zur VerfĂŒgung stand. Was danach passierte, kann ich bis heute kaum glauben. Nach langen Jahren des Zweifelns und zögerlichen Suchens, fand ich kurze Zeit spĂ€ter meine Berufung â nĂ€mlich die als Trainerin und Coach. Durch das bewusste Abschiednehmen und Aufgeben des alten Traumes machte ich den Weg frei fĂŒr meinen nĂ€chsten Schritt. Das ist die Magie der Entscheidung. Entscheidung erweckt den nĂ€chsten Schritt zum Leben. Egal, ob du dich fĂŒr oder gegen etwas entscheidest.
Aber was hat mein angepasster Lebensweg bis zum Alter von 31 Jahren mit deiner Berufung zu tun und damit, dein Ding zu entdecken und zu machen? Das Beispiel aus meinem Leben fĂŒhrt indirekt schon in die richtige Richtung. Ich folgte lange Jahre einer wenig hilfreichen Strategie, ohne es zu bemerken. Wie die meisten meiner Klienten habe ich lange auĂerhalb von mir nach Hinweisen gesucht, worin meine Berufung liegen könnte. Ich habe eine ganze Klaviatur dazu durchgespielt. Ich habe die Astrologie zu Rate gezogen und ĂŒber mein Geburtshoroskop versucht meine Berufung zu entdecken. Dann habe ich meine Hoffnungen auf spirituelle Seher gelegt und medial begabte Berater aufgesucht und gefragt, was meine Berufung sei. Die Antworten waren zwar sehr interessant und auch schön zu hören, sie haben mich aber immer noch nicht dazu gebracht, eine Entscheidung zu treffen. Dabei blieb es nicht. Ich gebe offen zu, dass es kaum etwas gab, das ich nicht versucht habe â Numerologie, Human Design, Schamanen, Hellseher auf der einen Seite und psychologische StĂ€rken- und SchwĂ€chentests, Persönlichkeitsdiagnosen, Denkstilmodelle und Charakteranalysen auf der anderen Seite. Mal mehr, mal weniger wissenschaftlich fundiert. Es war unglaublich interessant und gleichzeitig nur bedingt hilfreich. Ich habe auch von Menschen gehört und gelesen, die bis nach Indien fahren, um dort in einer Palmblatt-Bibliothek Klarheit ĂŒber ihre Berufung zu erlangen. Aber irgendwann wurde mir dann klar: das, wonach ich eigentlich suchte, war Sicherheit â ich wollte keinen Fehler machen. Nicht dass ich mich fĂŒr etwas entscheide und dann nach langen Jahren feststelle, dass ich einer falschen Spur gefolgt bin! Das wĂ€re doch eine Katastrophe, eine Vergeudung kostbarer Lebenszeit! Diese Sicherheit habe ich dann im AuĂen gesucht und die Verantwortung fĂŒr meine Berufung an externe AutoritĂ€ten abgegeben. Andere sollten mir sagen, worin meine Berufung besteht. Dann hĂ€tte ich in Sicherheit und ohne das Risiko einer Fehlentscheidung endlich losgehen können. Das habe ich mir zumindest eingeredet. Wie du dir denken kannst, ist das nie passiert, denn Sicherheit ist eine Illusion. Keine externe Macht â egal ob Eltern, Lehrer, Berufsberater, Schamane, Hellseher oder Medium â kann dir sagen, worin deine Berufung besteht und dir schon gar nicht die Entscheidung abnehmen, den Weg deiner Berufung auch zu gehen. Das ist auch logisch, denn es soll ja dein Ding sein und nicht das Ding deiner Eltern oder eines wie auch immer gearteten Testverfahrens.
Um deine Berufung zum Leben zu erwecken, bedarf es daher bewusster Entscheidungen deinerseits. Du kannst Suchen und Suchen und Suchen â und das Suchen zu deinem Lebenszweck werden lassen. Ohne Entscheidung wird nichts weitergehen und du suchst und zweifelst bis an dein Lebensende, anstatt dein Ding zu machen. Eine Sache ist an dieser Stelle enorm wichtig und ich möchte dir das ganz klar verdeutlichen: Du kannst dich auch dagegen entscheiden, dein Ding zu machen. Dein Weg muss nicht darin bestehen, etwas ganz Ungewöhnliches zu machen. Du kannst dich auch dafĂŒr entscheiden, dass der Job, den du gerade machst, genau dein Ding ist. Es ist dabei auch vollkommen egal, ob du zu deinem Job durch Zufall oder Anraten deiner Eltern gekommen bist. Wichtig ist nur deine Entscheidung, und zwar deine bewusste Entscheidung. Es geht darum, mit dem ewigen Suchen, Zweifeln und Jammern aufzuhören, indem du eine bewusste Entscheidung triffst und anfĂ€ngst zu dem zu stehen, was du tust.
Es ist deine Entscheidung und egal, wie du dich entscheidest â jede Entscheidung ist grundsĂ€tzlich okay. Aber ohne Entscheidung, bleibst du im Flur oder im Vorraum sitzen. Die ganze Zeit ĂŒber ernĂ€hrst du dich von der Hoffnung, dass du es irgendwann herausfinden wirst und dann ganz sicher bist. Haha! Auf dem Weg zu meiner Berufung, zu dem Job, den ich von Herzen als mein Ding bezeichnen kann, musste ich mehrmals solche bewussten Entscheidungen treffen â die Entscheidung gegen einen Berufsweg als TĂ€nzerin war nur eine davon. Nachdem ich mein AngestelltenverhĂ€ltnis gekĂŒndigt hatte, habe ich eine Trainerausbildung bei einer Unternehmensberatung gemacht, die auf der Suche nach freiberuflichen Trainern war. Als ich dann meine ersten TrainingsauftrĂ€ge in Unternehmen durchfĂŒhrte, hatte ich das GefĂŒhl, in meiner Berufung angekommen zu sein. Ja, genauso sollte es sich anfĂŒhlen. Aber gleichzeitig nagten Selbstzweifel an mir, ob ich das wirklich kann â Trainer sein. Wie konnte ich beispielsweise VerkĂ€ufern das Verkaufen beibringen, wo ich doch selbst noch nie VerkĂ€uferin war? Das war die Geschichte, die ich in mir trug. Ich litt unter dem sogenannten Impostor-Syndrom â auf Deutsch: Hochstapler-Syndrom. Obwohl ich eine Trainerausbildung durchlaufen hatte und die Feedbacks meiner Teilnehmer immer positiv waren, gab es einen Teil in mir, der davon ĂŒberzeugt war, dass ich nicht gut genug sei und dass die Teilnehmer irgendwann herausfinden wĂŒrden, dass ich eine Hochstaplerin wĂ€re. Zwei Jahre lang ĂŒberschattete diese innere Ăberzeugung meine neue TĂ€tigkeit, die fĂŒr mich zur Berufung geworden war. In dieser Zeit wurde ich auch immer wieder von Teilnehmern gefragt, ob ich denn schon selbst einmal etwas verkauft hĂ€tte. Mein innerer Zweifel wurde mir immer wieder im AuĂen aufgetischt. Nach zwei Jahren hatte ich dann endgĂŒltig die Nase voll davon. Meine Wut lieĂ mich dann handeln. Nicht Mut, sondern es war ebenfalls wieder die Wutkraft, die mich auf die nĂ€chste Ebene katapultierte. Eines Samstagnachmittags holte ich die Ordner mit allen Feedbackbögen aus dem Schrank, die ich in den ersten zwei Jahren meiner TrainertĂ€tigkeit gesammelt hatte. Die Feedbacks waren, wie gesagt, durchgehend gut â meist Einsen oder Zweien, vereinzelt war auch einmal eine Drei dabei. Ich legte die ungefĂ€hr 200 Bögen in unserem Wohnzimmer auf dem Boden aus und setzte mich in die Mitte. Ich sagte zu mir selbst: »Patrizia, es ist Zeit eine Entscheidung zu treffen! Entweder du unterstellst weiterhin all diesen Menschen, dass sie dich angelogen und dir eine GefĂ€lligkeits-Bewertung gegeben haben, um dich nicht zu verletzen, oder du entscheidest dich hier und jetzt dafĂŒr, dass du eine gute Trainerin bist und dass es Teil deiner Berufung ist, Trainerin zu sein. Das heiĂt nicht, dass deine Trainings immer jedem gefallen mĂŒssen.«
Ich bin jetzt seit zwanzig Jahren Trainerin und Coach â also muss ich wohl nicht erwĂ€hnen, wofĂŒr ich mich seinerzeit bewusst entschieden habe. Diese bewusste Entscheidung gegenĂŒber den eigenen inneren Kritikern, dass ich auch wirklich gut bin, wenn die Teilnehmer mich so bewerten, hat einen unglaublichen Unterschied gemacht. Ich habe mich in dem Moment selbst ermĂ€chtigt und meine Zweifel in die Schranken gewiesen. Der Schatten des Zweifels war gewichen und ich konnte ab dem Zeitpunkt voller Begeisterung meiner Berufung nachgehen. Interessanter Weise fragte mich danach nie wieder ein Teilnehmer, ob ich ĂŒberhaupt schon einmal etwas verkauft hĂ€tte.
»Solange du dich nicht verpflichtest, wirst du unschlĂŒssig sein und zögern, immer ein HintertĂŒrchen offen, immer uneffektiv. Wenn es um Initiative und KreativitĂ€t geht, gibt es eine grundlegende Wahrheit, die, wenn man sie nicht beachtet, unzĂ€hlige Ideen und groĂartige PlĂ€ne tötet: dass in dem Moment, in dem du dich mit deinem ganzen Sein einer Sache verpflichtest, dir das Universum einen Schritt entgegenkommt. Alle möglichen UmstĂ€nde scheinen dir dann zu Hilfe zu eilen, die es sonst nie gegeben hĂ€tte. Eine Flut von Ereignissen entspringt plötzlich deiner Entscheidung, die alle möglichen ZufĂ€lle in unglaublicher Weise zu deinen Gunsten wendet. Wie Goethe schon sagte: Was auch immer du in der Lage bist zu tun, oder davon trĂ€umst zu tun, fang damit an. KĂŒhnheit birgt GenialitĂ€t, Kraft und Magie in sich. Fange jetzt damit an.«
W.H. Murray, Schottischer Bergsteiger und Schriftsteller.
Bei diesem Zitat bekomme ich jedes Mal GĂ€nsehaut. Es ist also deine bewusste Entscheidung, mit der du deine Berufung zum Leben erweckst. Der Ruf kommt nicht von auĂen, sondern von innen. Du bist derjenige, der die Entscheidung treffen muss, diesem Ruf zu folgen oder eben auch nicht. Du kannst dir ein gewisses MaĂ an innerer Sicherheit verschaffen, indem du möglichst viel ĂŒber dich selbst herausfindest. Was sind deine Talente? Was sind deine Leidenschaften? WofĂŒr brennst du? Was motiviert dich? Was demotiviert dich? WorĂŒber empfindest du Wut, Traurigkeit, Angst oder Freude, wenn du in die Welt schaust, und so weiter. Verabschiede dich aber von dem Gedanken, dass so etwas wie hundertprozentige Sicherheit existiert. Vor allem, dass du eine Entscheidung erst dann treffen kannst, wenn du ganz, ganz sicher bist. Das ist nichts anderes als eine Strategie der Angst-Vermeidung. Du kannst auch eine Entscheidung treffen, ohne ganz sicher zu sein. Dazu brauchst du neben deiner Wut-Kraft auch den Zugang zu deiner Angst (siehe Kapitel 4), denn deine Entscheidung fĂŒhrt dich auf neues Terrain. Auf neuem Terrain ist Angst zudem nicht nur unvermeidlich, sondern sogar ungemein nĂŒtzlich. Denn deine Angst lĂ€sst dich wach und kreativ sein, um dieses neue Terrain zu meistern. Sie hilft dir vorsichtig und neugierig zugleich in neue Welten vorzustoĂen.
Eine Entscheidung gilt nicht fĂŒr ein ganzes Leben â auĂer du willst und entscheidest das! Du kannst dich in jedem Moment neu entscheiden! Im Grunde triffst du jeden Moment Entscheidungen, ohne es zu bemerken. Jede kleine Bewegung, jeder Schritt, jeder Blick bedarf deiner Entscheidung. Auch wenn im Moment der Entscheidung die ĂŒbrigen Alternativen nicht mehr zur VerfĂŒgung stehen, tun sich schon im nĂ€chsten Moment nach deiner Entscheidung wieder neue Möglichkeiten auf. Wenn dir das bewusst wird, gibt es keinen Grund mehr, dein Leben im Treppenhaus der Unentschlossenheit zu verbringen, wĂ€hrend gleich vor deiner TĂŒr das pulsierende abenteuerliche Leben auf dich wartet!
Die eigene Berufung zu leben ist kein End-Zustand, den wir irgendwann erreichen und dann glĂŒcklich sind, sondern ein stĂ€ndiges Neu-Erschaffen aus dem Nichts, dem Unbekannten heraus. Ein sich zur VerfĂŒgung stellen fĂŒr etwas GröĂeres, das durch dich in diese Welt kommt. Du erinnerst dich an den schwierigen Satz von vorhin? Bewusste Entscheidungen zu treffen, ist der fortlaufende aktive Akt des schöpferischen Gestaltens eines initiierten Erwachsenen. Dies gilt ebenfalls in Bezug auf deine Berufung.
Mach dir folgendes bewusst: Deine Berufung ist ein Job, den dir niemand kĂŒndigen kann. Deine Talente und Fertigkeiten sind Werte, die dir niemand wegnehmen kann und die auch nicht an Wert verlieren. Werte, auf die du vertrauen kannst, statt im AuĂen nach vermeintlicher Sicherheit zu suchen.
Du hörst auf, im AuĂen nach Sicherheit zu suchen und deine Kraft dafĂŒr an externe AutoritĂ€ten abzugeben. Du machst dir bewusst und akzeptierst, dass Sicherheit eine Illusion ist. Du entscheidest dich bewusst dafĂŒr, aufzuhören dieser Illusion dein Leben zu opfern. Du erkennst an, dass du die einzige AutoritĂ€t in deinem Leben bist und nutzt deine dir innewohnenden KrĂ€fte, um dein Leben aktiv zu gestalten. Du triffst bewusste Entscheidungen, um deine Berufung zum Leben zu erwecken, und bist bereit, den Preis fĂŒr diese Entscheidungen zu bezahlen. Du bist bereit, die Unsicherheit des Neuen auszuhalten und die Verantwortung fĂŒr die Resultate zu ĂŒbernehmen. Du erlaubst dir, Fehler zu machen und aus diesen zu lernen.
ein wunderschöner, glatter, flacher Kieselstein. Er wohnte am Grund eines Baches. Der Stein war graubraun mit ein paar roten Sprenkeln. Tag ein Tag aus spĂŒrte er, wie das Wasser ĂŒber ihn hinweg floss und seine OberflĂ€che umspĂŒlte, er sah die Sonne ĂŒber dem Wasser auf- und untergehen, manchmal gab es Wolken am Himmel, die er verschwommen wahrnahm und hin und wieder plĂ€tscherte der Regen auf die WasseroberflĂ€che. Fische schwammen vorbei und grĂŒĂten ihn freundlich und er hatte sich fĂŒr sein Alter schon ein beachtliches Algenkleid zugelegt.
So sah der Alltag des kleinen Kieselsteins aus und eines Tages wurde es dem Steinchen ein wenig langweilig. Er wollte etwas erleben. Nun sagte er zu den anderen Kieseln, die in seiner NĂ€he lagen: âHallo Freunde! Ist Euch auch so langweilig wie mir? Ich wĂŒrde zu gerne einmal etwas erleben. Vielleicht könnten wir uns ja mal an Land spĂŒlen lassen?â Doch die anderen Steine waren zufrieden mit ihrem Leben und ihnen war ĂŒberhaupt nicht nach Abwechslung. Einer sagte: âEin entfernter Verwandter von mir wurde seinerzeit an Land gespĂŒlt und wie man hört, wurde er von groĂen, zweibeinigen UngetĂŒmen zertrampelt und in tausend StĂŒcke zerbrochen. Es ist sehr gefĂ€hrlich auf dem Land, musst Du wissen.â
Das machte dem kleinen Kieselstein groĂe Angst. Und er beschloss, lieber dort zu bleiben, wo er war: in Sicherheit. Doch mit der Zeit wurde die Langeweile immer gröĂer, bis sie eines Tages gröĂer war als seine Angst. Da fing er an, sich leichter zu machen und sich mit aller Kraft vom Boden abzudrĂŒcken, damit das Wasser ihn mitnehmen konnte. Und tatsĂ€chlich: Tag fĂŒr Tag kam er ein betrĂ€chtliches StĂŒck voran. Bis er nach vielen vielen Tagen merkte, dass er nur noch zur HĂ€lfte mit Wasser bedeckt war. Er sah das Ufer, er sah BĂ€ume und Vögel und Gras und Blumen – ohne den Schleier des Wassers. âEine wunderbare Welt!â dachte er bei sich. âWarum habe ich nur so lange gezögert?â
Der kleine Kiesel genoss diese neuen Bilder und das GefĂŒhl des Windes auf seiner glatten OberflĂ€che. Eines Tages jedoch mischten sich zu den Vogelstimmen und WindgerĂ€uschen noch andere Stimmen hinzu, Stimmen, die er noch nie zuvor gehört hatte. Er sah groĂe zweibeinige Wesen, die lachten und kreischten und wild herumliefen. Der kleine Stein wurde ganz nervös und starr vor Angst, denn er war sich sicher, in KĂŒrze zertrampelt und in tausend StĂŒcke zermalmt zu werden, wie der Verwandte seines Freundes. Die Wesen kamen immer nĂ€her und der kleine Kieselstein begann zu zittern und zu klappern vor Angst. Er war sich sicher, dass es gleich um ihn geschehen sein wĂŒrde. Er kniff die Augen zusammen und ergab sich seinem Schicksal. Doch dann passierte etwas Unglaubliches. Eines der Wesen beugte sich zu ihm hinunter, hob ihn auf und begutachtete ihn von allen Seiten. Es schien Gefallen an ihm gefunden zu haben, weil er so schön glatt und flach war. Der kleine Kiesel litt TodesĂ€ngste und betete zum Gott der Steine, dass er verschont bliebe. Doch ehe er sichâs versah, flog er wie ein Blitz durch die Luft und er spĂŒrte es an seiner Unterseite kitzeln, als er ein, zwei, drei, nein viermal auf der WasseroberflĂ€che aufsprang, bevor er ins Wasser eintauchte.
Tja, da war er wieder genau dort, wo er hergekommen war und erzĂ€hlte seinen Freunden von seinem Abenteuer. Und ihr werdet es nicht glauben: Er fand es so schön, dass er schon am nĂ€chsten Tag wieder begann, sich leichter zu machen und sich mit aller Kraft vom Boden abzudrĂŒcken, damit das Wasser ihn mitnehmen konnte.
GEFĂHLE – Emotional gesund in einer rationalen Welt
Entfache die Kraft des bewussten FĂŒhlens – Gratis Webinar
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Dauer: ca. 1 Stunde
von und mit Patrizia Patz | Emotional Empowerment Training
ACHTUNG: Die TeilnehmerplÀtze und Termine sind begrenzt. Melde dich bitte nur an, wenn Du wirklich teilnehmen möchtest.
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Expand the Box stellt einen ersten Baustein deiner Initiation in ein sinnerfĂŒlltes Leben dar. Durch gewohnte Verhaltensweisen und Denkmuster limitieren wir oft unser Leben, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Wir sperren unsere TrĂ€ume in eine Schublade, betĂ€uben unsere GefĂŒhle und geben uns mit einem Leben voller MittelmĂ€Ăigkeit und Kompromisse zufrieden, weil uns die Sicht auf die unbegrenzte Anzahl an Möglichkeiten, die in greifbarer NĂ€he liegen, versperrt ist.
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Wenn du dich allerdings lieber als das Opfer der UmstĂ€nde sehen und in deiner Komfortzone bleiben möchtest, solltest du auf KEINEN FALL teilnehmen đ
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